Weihnachtsfreude grenzenlos

In einem Benefizkonzert zu Gunsten der Flüchtlingshilfe in Peine erklang internationale Chor- und Instrumentalmusik.

„Hark, the herald angel sing“ – so eröffneten die Mitglieder des Chors der evangelischen Kirchengemeinde Vöhrum-Eixe und der neuapostolischen Kirchengemeinde Peine gemeinsam ihr Konzert „ohne Grenzen“.

„Überschreiten Sie heute abend manche Grenze zu Ihrem Nächsten, zu Mitmenschen, zum Nachbarn, zum Fremden oder Flüchtling. Lassen Sie sich anstecken von der grenzenlosen Weihnachtsfreude, die Jesus Christus in die Welt brachte.“ Mit diesen Worten begrüßte Priester Oliver Schrader die über 200 Besucher in der neuapostolischen Kirche an der Schwicheldter Strasse.

Mal gemeinsam, mal allein trugen die beiden Chöre mit viel Engagement und persönlichem Ausdruck die Weihnachtsbotschaft zum Zuhörer. Renate Mainusch-Koschorrek reiste mit ihrem Chor unter anderem nach Skandinavien und zauberte mit „Jul, Jul stralende Jul“ ein himmlisches Leuchten in die abgedunkelte Kirche.
Unter der Leitung von Henrik Neumann spannte der Chor der Neuapostolischen Kirche einen Bogen über England und Frankreich bis nach Bethlehem, wo er im fünfstimmigen „Ich steh an deiner Krippen hier“ transparent und hell endete. Ohne Wiegenlied kein Weihnachten; ohne John Rutter kaum ein Konzert mit zeitgenössischen Werken. Folgerichtig durfte das „Christmas Lullaby“ als Highlight nicht fehlen.

Dazwischen musizierten Marielle Schrader und Julia Wackerhagen (Blockflöten) mit Henrik Neumann am Klavier Weihnachtslieder aus verschiedenen Ländern und Epochen. In eine italienische Kirche entführten Annerose Neumann und Karsten Hilfer (Violine) sowie Daniel Hilfer (Vc.) und Henrik Neumann (continuo) mit drei Sätzen aus der „Sonata da Chiesa“ (op.1/1) von Arcangelo Corelli. Und auch die Besucher wurden zum gemeinsamen Singen eingeladen.

Die Zuhörer dankten den Interpreten mit einem kräftigen und herzliche Applaus. Die Spendensumme von 750,- Euro wird über das Hilfswerk nak-karitativ (e.v.) der Flüchtlingshilfe in Peine zur Verfügung gestellt. Nach dem Konzert beobachtete man bei „Fingerfood“ und Getränken überall im Kirchengebäude strahlende Gesichter, angeregte Gespräche und fleißige Helfer.

Text: K.H. / Bilder: M.E.